Radtour von Höhr-Grenzausen zur Lahn und weiter zum Rhein

Grandioses Wetter im Mai. Sommerliche Temperaturen, wilder gelber Raps blüht hier und da, weiße Margeriten, blaue Schwertlilien, viele Gänseblümchen, blaue Traubenhyazinthen und noch viele Wildblumen mehr stehen in voller Blüte. Die Rubinienbäume duften wunderbar. Wir entschließen uns, bei diesem sonnigen Wetter, eine größere Radtour von Höhr-Grenzhausen zu starten. Dieses Mal geht es ans Wasser, es geht runter zu den wunderschönen Flusstälern. Wir fahren zur Lahn und weiter zum Rhein, eine spannende und abwechslungsreiche Tour. Diese Radtour umfasst ca. 60 km, mit den E-Bikes aber leicht zu meistern.

Los geht’s wie immer am Keramikmuseum, wir fahren gleich wieder durch die Gärten von Grenzhausen, über den Sonnenweg radeln wir zum Stadtteil Höhr, durchqueren Höhr über die ruhigen Straßen am Stadtrand und verlassen dann Höhr-Grenzhausen und fahren auf den Schotter-Radweg nach Hillscheid. Dieser Radweg war mal eine Bahnstrecke, die Hillscheid mit Höhr-Grenzhausen verband, von daher lässt sich dieser Weg sehr gut fahren, da er kaum Steigungen aufzuweisen hat. Der Weg führt durch Schneisen und über Brücken, die damals für die Eisenbahn angelegt wurden, heute ein schöner Radweg.

Wir fahren östlich an Hillscheid vorbei und kommen in den wundervollen Hillscheider Wald. Der Hauptweg durch den Wald ist sehr gut ausgebaut, feinster Schotter, sehr breit, quasi eine Fahrrad-Wald-Autobahn. Perfekt. Hier geht’s auch mal gut rauf und runter, unsere E-Bikes unterstützen uns allerdings kräftig, das macht Spaß. Wir überqueren die Bundesstraße B49 von Koblenz nach Montabaur und fahren abwärts auf eine asphaltierte kleinere Landstraße nach Arzbach. Hier gibt es wohl keinen Radweg, allerdings ist die Straße kaum befahren, von daher geht das schon. Es geht ordentlich bergab, mit einigen Kurven, einfach nur laufen lassen. Bei dieser Hitze heute ist es sehr wohltuend, den Fahrtwind zu genießen.

Wir passieren Arzbach, danach geht es auf den Radweg, Wiesen, Blumen, Obstbäume erwarten uns. Hier lässt es sich gut fahren. Es geht weiter runter bis nach Bad Ems. Bad Ems lassen wir sozusagen links liegen und fahren gleich rechts an der Lahn weiter. Ein Stopp in Bad Ems selbst lohnt sich allemal, aber wir haben keine Lust und wollen weiter.

Herrlich, jetzt geht es nur noch flach auf asphaltierten Radwegen weiter. Der Radweg führt direkt an der Lahn entlang, weg von der Autostraße. Immer wieder spenden uns Bäume Schatten, es duftet nach Blüten, vor allem Rubinien stehen gerade in ihrer vollen Pracht da. Auf der Lahn tummeln sich hin und wieder Kanufahrer, Kanus können hier und da ausgeliehen werden. Es kommen Boote vorbei, einfach nur schön. Wir radeln an mehreren kleinen Schleusen vorbei, an alten Industriegebäuden, an Felsen, Wiesen, Wäldern, immer wieder andere Blicke, einfach nur toll.

Es geht weiter Richtung Lahnstein. Wir fahren an kleinen Häfen vorbei, fahren unter Eisenbahnbrücken hindurch, genießen den Blick auf Burg Lahneck bei Lahnstein, bis wir die Lahnmündung am Rhein in Lahnstein erreichen. Hier erwartet uns ein grandioser Blick ringsum, wir sind am nördlichen Ausläufer des Weltkulturerbe Mittelrheintal, wir genießen den Blick auf den breiten Rhein, blicken auf Schloss Stolzenfels und auf den Stadtteil Koblenz-Stolzenfels auf der anderen Rheinseite. Wunderbar, traumhaft schön. Welch ein großer Fluss, auf dem Rhein ist viel los, einige Frachtschiffe, wie auch Flusskreuzfahrtschiffe unterwegs. Wir radeln nun in Lahnstein weiter am Rhein entlang. Stoppen bei einem Restaurant direkt am Rhein gelegen, machen eine Pause und genießen den Blick auf den gut genutzten Schifffahrtsweg.

Zeit für eine Rast.

Blick auf Schloß Stolzenfels, Stadtteil Koblenz-Stolzenfels von der Lahnmündung in Lahnstein
Blick auf Schloß Stolzenfels, Stadtteil Koblenz-Stolzenfels von der Lahnmündung in Lahnstein

Nächstes Ziel ist Koblenz. Wir fahren auf einem gut ausgebautem Radweg direkt am Rhein gelegen weiter. In Lahnstein müssen wir noch ein Hafengelände kurz umfahren, kein Problem, sind direkt wieder am Rhein.

Wir erreichen Koblenz-Ehrenbreitstein, hoch oben auf massiven Felsen trotzt die Festung Ehrenbreitstein. Das Zentrum von Koblenz samt Altstadt ist auf der anderen Rheinseite, da fahren wir heute nicht hin. Der Stadtteil Ehrenbreitstein hat auch seinen Charme, gerade heute ist der gut besuchte und schöne Wochenmarkt, der immer mittwochs 16:00h bis 19:00h stattfindet. Wir stoppen und lassen uns treiben. Wir treffen einige Freunde, essen ein Eis und genehmigen uns einen kühlen Drink an der Bar direkt am Rhein. Hier chillen so einige Leute auf den Wiesen. Der Sommer ist im Mai schon im vollen Gange. Urlaubsstimmung pur.

Hier lässt es sich aushalten.

Chillen in Koblenz-Ehrenbreitstein
Chillen in Koblenz-Ehrenbreitstein

Wir müssen weiter. Genug gechillt. Der Radweg führt weiter am Rhein entlang. Wir genießen noch den Blick auf das Deutsche Eck auf der anderen Rheinseite, wo die Mosel in den Rhein mündet. Wir fahren unter der Seilbahn durch, die quer über den Rhein führt und die Altstadt von Koblenz mit der Festung Ehrenbreitstein verbindet. In Vallendar angekommen, geht es über das Feisternachtbachtal wieder zurück nach Höhr-Grenzhausen.

Puh, oben angekommen. 60 km geschafft, wunderbar, mit dem E-Bike ganz gut zu schaffen, unten in den Flusstälern war es auch sehr flach. Unsere reine Fahrzeit beträgt etwas über 3 Stunden, einen Schnitt von 20 km/h, mit den Pausen sind wir aber deutlich länger unterwegs gewesen. Probiert doch auch mal diese Tour. Wir haben sie bei Komoot bereitgestellt.

Unsere Radtour auch bei Komoot: