Infoveranstaltung
Wo stehen wir und wie geht’s weiter?
Die Antwort auf diese Frage lieferte Stadtbürgermeister Wolfgang Letschert bei einem Info-Abend am Mittwoch, den 17.06.26 im Jugend-, Kultur- & Bürgerzentrum „Zweite Heimat“.
Zunächst stellte der Stadtbürgermeister das sechsköpfige Team vor, das seitens der Verwaltung den Prozess von „Stadt. Idee. Wirkung“ begleitet. Neben Wolfgang Letschert selbst sind auch Bürgermeister Marco Weißer sowie Kevin Heibel, Stephanie Leske, Markus Ströher und Annette Hartmann beteiligt.

Wolfgang Letschert führt durch die bisher umgesetzten Projekte.
Anschließend beleuchtete Letschert einige der bisherigen Beteiligungsformate und Aktionen, darunter die „Spaziergangforschung“, das „Offene Wohnzimmer“ und die Workshop-Reihe „Spuren legen“. Ziel sei es, so Letschert, Bürgerinnen und Bürger an möglichst vielen Stellen im Prozess aktiv in die Entwicklung der Innenstadt einzubinden und gemeinsam Ideen für eine zukunftsfähige Stadt zu entwickeln. Als Auftakt wurden in vier „Zukunftswerkstätten“ insgesamt 346 Vorschläge zu 11 Themengebieten (Stadtbild, Mobilität, Leerstand, Keramik, Kultur, Tourismus, Jugend, Bildung, Hochschule, soziale Teilhabe und Sonstiges) gesammelt. Bei 329 dieser Vorschläge sind Stadt/Verbandsgemeinde unmittelbar zuständig und 122 der genannten Punkte sind derzeit bereits in Bearbeitung oder sogar erledigt. Alle eingereichten Vorschläge werden über die nächsten Wochen verteilt im Kannenbäckerlandkurier veröffentlicht und hier abrufbar sein.
Austausch unter den Besuchenden.

Als Beispiel für bereits sichtbare Verbesserungen im Stadtbild nannte Letschert die liebevolle Bepflanzung öffentlicher Pflanzbeete durch den Städtischen Bauhof – etwa am Kreisel beim „Nassauer Hof“ oder am öffentlichen Parkplatz bei der Polizeiwache. Zudem sei die Anregung, am „Flürchen“ mehr Parkplätze zu schaffen, von der Stadt aufgegriffen worden. Hierzu befänden sich die zuständigen Fachabteilungen der Verwaltung in Gesprächen. Auch befasse sich die Stadt konkret mit den Eingaben „Calisthenics Park“ und „Skatepark“, indem sie derzeit jeweils geeignete Standorte prüfe. Weiterhin nehme die Entwicklung der alten Volksbank (Voba) in der Rheinstraße mehr und mehr Gestalt an. Zugleich betonte der Stadtbürgermeister, dass es noch reichlich zu tun gebe. „Fertig ist man im Grunde nie“, so Letschert, „aber wir sind dran … und das bleiben wir.“ Dass alle Anregungen in den Entwicklungsprozess einfließen – selbst, wenn externe Akteure oder Organisationen zuständig seien – ist dem obersten Stadtvertreter besonders wichtig. So kündigte er am Ende seines Vortrags an, dass weitere Beteiligungsformate für die zweite Jahreshälfte 2026 zeitnah auf den Weg gebracht würden – darunter ein Workshop zum Thema Identität und Migration, kreative Aktionen in der alten Voba sowie eine Neuauflage des digitalen Briefkastens.
Die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung nutzten anschließend die Gelegenheit zum Austausch. So wurden in lockerer Atmosphäre bei einem Imbiss und Getränken sowohl verschiedene Ideen als auch der Entwicklungsprozess an sich diskutiert. Als nächstes werden die Vorschläge aus den Zukunftswerkstätten fachlich weiter analysiert, um belastbare Entscheidungsgrundlagen für die politischen Gremien zu erarbeiten. Die Entwicklung einer kompakten Innenstadtstrategie mit konkreten Maßnahmen und einem Umsetzungsplan
unterstützt das Fachbüro imakomm in den kommenden Monaten.
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