Projekt: Spaziergangforschung – Sitzen im öffentlichen Raum
Projekt mit Jürgen Ghebrezgiabiher
Sitzen im öffentlichen Raum
Treffpunkt: Sonnenweg 15 – das ist ein leeres Grundstück mit einer kleinen Bank.
Am Mittwoch, dem 15. April 2026, wollen wir im Rahmen des Modellvorhabens STADT.IDEE.WIRKUNG durch die Höhrer Innenstadt spazieren und dem Thema Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum auf den Grund gehen.
Treffpunkt: Sonnenweg 15 – das ist ein leeres Grundstück mit einer kleinen Bank auf dem Bürgersteig davor und Blick über Höhr. Die Uhrzeit wurde auf mehrfachen Wunsch aus der arbeitenden Bevölkerung in der Sommerzeit auf 16 Uhr verschoben.
Wir wollen die Gegebenheiten, Attraktivität und Standorte von Sitzgelegenheiten in unserer Stadt erkunden. Wo sind die Orte, die ihr zum Draußensitzen in Höhr gern nutzt? Gibt es Orte, an denen ihr gern in der Stadt verweilen würdet, die aber keine Sitzgelegenheiten bieten? Was benötigen wir außer einer Sitzgelegenheit, damit wir es uns an einem öffentlichen Ort auch mal für eine Weile gemütlich machen?
Ich zähle auf das Ortwissen aller Mitspazierenden, lade alle zum ausgiebigen Probesitzen ein und bin gespannt, ob wir womöglich auch mit Menschen ins Gespräch kommen, die manche öffentlichen Sitzgelegenheiten tatsächlich nutzen.
Dauer: zirka 2 Stunden.
Ausblick 2026: Weitere Spaziergangforschungen finden ab Mai jeweils am 15. des Monats um 16 Uhr statt. Thema und Treffpunkt werden gesondert angekündigt.
Die Spaziergänge stehen allen offen
Keine Anmeldung erforderlich. Jede*r willkommen! Wir treffen uns:

Ein Rückblick zum Stadtspaziergang im Stadtteil Grenzhausen im Januar.
Projektleiter Jürgen Ghebrezgiabiher ist neu hier und stellt gerade fest, dass ihn die Nähe zu Flüssen schon seit Jahrzehnten begleitet. Die Weiße Elster war in Leipzig ungefähr so weit von seiner letzten Bleibe entfernt wie der Rhein und die Mosel von seinem jetzigen Zuhause in Höhr-Grenzhausen, von dem aus der Zusammenfluss der beiden über morgendliche Nebelbänke erspürbar wird. Am Main hat er Literatur studiert, an der Themse das Übersetzen. An der Elbe blieb er hauptsächlich seiner lebenslangen Liebe zum Fahrrad treu und reparierte Velos der Generation „zum Selbsttreten“. Seit 2013 ist er frei+schaffend als Sprachwerker und Übersetzer unterwegs.
Für Stadt.Idee.Wirkung bietet er Stadtspaziergänge an. Der Verbindung zwischen Ort und Wort kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn gleichgültig welchen Ort oder welches Gebäude wir aufsuchen: Sie haben alle eine oder sogar zahlreiche Geschichten. Über ihre daraus resultierende Besonderheit und was diese wiederum für unsere Verbundenheit mit Höhr-Grenzhausen bedeutet, wollen wir uns bei unseren Stadtspaziergängen austauschen. Es geht also von der sichtbaren Oberfläche in die „Tiefe“.
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