Projekt: Spaziergangsforschung – Wochenmarkt

Projekt mit Jürgen Ghebrezgiabiher

Treffpunkt: 16 Uhr, Sankt Peter und Paul Kirche

Am Montag, dem 15. Juni 2026, wollen wir im Rahmen des Modellvorhabens Stadt.Idee.Wirkung in der Höhrer Innenstadt einem Thema widmen, an dem sich die Geister scheiden: Wochenmarkt.

Wochenmarkt. „So was hat hier noch nie funktioniert und wird es auch nicht“ steht „Da müsste doch nur mal ein Team mit Herzblut ran“ gegenüber. Wir schauen uns erst mal ganz in Ruhe Standorte an. Es gab ja schon einige, und vielleicht gibt es welche, die das Zeug dazu hätten. Dabei interessiert uns ganz besonders, was das denn bedeutet: „das Zeug dazu haben“.

Ein funktionierender Wochenmarkt ist ein lokale Institution, ein Ort, den wir gern aufsuchen, an dem wir einkaufen, plaudern, etwas trinken, eine Kleinigkeit essen, uns unverabredet immer wieder begegnen. Was gehört dazu, einen solchen Ort so zu beleben, dass er nachhaltig funktioniert? Brauchen wir so einen Ort? Gibt es Alternativen?

Dauer: zirka 1 ½  Stunden. 

Ausblick 2026:  Im Juli macht die Spaziergangforschung Sommerpause. Weitere Spaziergangsforschungen ab August.

Die Spaziergänge stehen allen offen
Keine Anmeldung erforderlich. Jede*r willkommen! Wir treffen uns:

Ein Rückblick zum Stadtspaziergang im Stadtteil Höhr im April

Projektleiter Jürgen Ghebrezgiabiher ist neu hier und stellt gerade fest, dass ihn die Nähe zu Flüssen schon seit Jahrzehnten begleitet. Die Weiße Elster war in Leipzig ungefähr so weit von seiner letzten Bleibe entfernt wie der Rhein und die Mosel von seinem jetzigen Zuhause in Höhr-Grenzhausen, von dem aus der Zusammenfluss der beiden über morgendliche Nebelbänke erspürbar wird. Am Main hat er Literatur studiert, an der Themse das Übersetzen. An der Elbe blieb er hauptsächlich seiner lebenslangen Liebe zum Fahrrad treu und reparierte Velos der Generation „zum Selbsttreten“. Seit 2013 ist er frei+schaffend als Sprachwerker und Übersetzer unterwegs.

Für Stadt.Idee.Wirkung bietet er Stadtspaziergänge an. Der Verbindung zwischen Ort und Wort kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn gleichgültig welchen Ort oder welches Gebäude wir aufsuchen: Sie haben alle eine oder sogar zahlreiche Geschichten. Über ihre daraus resultierende Besonderheit und was diese wiederum für unsere Verbundenheit mit Höhr-Grenzhausen bedeutet, wollen wir uns bei unseren Stadtspaziergängen austauschen. Es geht also von der sichtbaren Oberfläche in die „Tiefe“.

Auch interessant:
Alle Beiträge aus den Kategorien Keramik und Kultur: