Projekt: Spaziergangsforschung – Mit dem Auge der Kamera

Projekt mit Jürgen Ghebrezgiabiher

Treffpunkt: 16 Uhr, Alexanderplatz, Stadtteil Höhr

Am Samstag, dem 15. August 2026, wollen wir im Rahmen des Modellvorhabens Stadt.Idee.Wirkung Bilder unserer Stadt in Höhr sammeln gehen.

Welches Bild haben wir von unserer Stadt? Was würden wir fotograferen, um das zu zeigen, was uns an ihr auffällt, gefällt, stört, irritiert, erstaunt, etwas bedeutet oder einfach Freude macht? Es geht nicht um das „schön(st)e“ Bild, sondern um Bilder, die etwas von unserer Stadt erzählen bzw. mit denen wir etwas über sie erzählen.

Bitte bringt alle irgendeine Form von fotografschem Apparat mit, egal ob Handykamera oder professionellere Ausrüstung.

Dauer: zirka 2 Stunden. 

Die Spaziergänge stehen allen offen
Keine Anmeldung erforderlich. Jede*r willkommen! Wir treffen uns:

Die Gruppe diskutiert auf dem Alexanderplatz

Ein Rückblick zum Stadtspaziergang im Stadtteil Höhr im Juni.

Projektleiter Jürgen Ghebrezgiabiher ist neu hier und stellt gerade fest, dass ihn die Nähe zu Flüssen schon seit Jahrzehnten begleitet. Die Weiße Elster war in Leipzig ungefähr so weit von seiner letzten Bleibe entfernt wie der Rhein und die Mosel von seinem jetzigen Zuhause in Höhr-Grenzhausen, von dem aus der Zusammenfluss der beiden über morgendliche Nebelbänke erspürbar wird. Am Main hat er Literatur studiert, an der Themse das Übersetzen. An der Elbe blieb er hauptsächlich seiner lebenslangen Liebe zum Fahrrad treu und reparierte Velos der Generation „zum Selbsttreten“. Seit 2013 ist er frei+schaffend als Sprachwerker und Übersetzer unterwegs.

Für Stadt.Idee.Wirkung bietet er Stadtspaziergänge an. Der Verbindung zwischen Ort und Wort kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn gleichgültig welchen Ort oder welches Gebäude wir aufsuchen: Sie haben alle eine oder sogar zahlreiche Geschichten. Über ihre daraus resultierende Besonderheit und was diese wiederum für unsere Verbundenheit mit Höhr-Grenzhausen bedeutet, wollen wir uns bei unseren Stadtspaziergängen austauschen. Es geht also von der sichtbaren Oberfläche in die „Tiefe“.

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