Projekt: Spaziergangsforschung – Grenzgang

Projekt mit Jürgen Ghebrezgiabiher

Treffpunkt: 16 Uhr, Am Grübchen im Wendehammer

Am Freitag, dem 15. Mai 2026, wollen wir im Rahmen des Modellvorhabens Stadt.Idee.Wirkung eine Grenze zwischen Höhr und Grenzhausen erkunden.

Wir machen uns auf die Suche nach etwas, das wir im Alltag weder sehen noch mitbekommen: Gemarkungsgrenzen. Wer weiß schon, wo sie verlaufen? Wozu sind sie da? Spielen sie in unserer aktuellen Ortsgeschichte noch eine Rolle? 

Unser Weg führt uns bis „Auf die Insel“. Wir erkunden das kurze bebaute Stück der Gemarkungsgrenze zwischen Höhr und Grenzhausen. Was wissen wir über diesen Grenzbereich unserer Stadt? Was hat sich mit der Vereinigung der beiden Orte verändert? Euer Ortswissen ist mal wieder sehr gefragt! 

Dauer: zirka 1 ½  Stunden. 

Ausblick 2026: Am 15. Juni treffen wir uns um 16 Uhr auf dem Vorplatz von St. Peter und Paul, Thema „Wochenmarkt – ein Blick zurück nach vorn“. Im Juli macht die Spaziergangforschung Sommerpause.

Die Spaziergänge stehen allen offen
Keine Anmeldung erforderlich. Jede*r willkommen! Wir treffen uns:

Ein Rückblick zum Stadtspaziergang im Stadtteil Höhr im April

Projektleiter Jürgen Ghebrezgiabiher ist neu hier und stellt gerade fest, dass ihn die Nähe zu Flüssen schon seit Jahrzehnten begleitet. Die Weiße Elster war in Leipzig ungefähr so weit von seiner letzten Bleibe entfernt wie der Rhein und die Mosel von seinem jetzigen Zuhause in Höhr-Grenzhausen, von dem aus der Zusammenfluss der beiden über morgendliche Nebelbänke erspürbar wird. Am Main hat er Literatur studiert, an der Themse das Übersetzen. An der Elbe blieb er hauptsächlich seiner lebenslangen Liebe zum Fahrrad treu und reparierte Velos der Generation „zum Selbsttreten“. Seit 2013 ist er frei+schaffend als Sprachwerker und Übersetzer unterwegs.

Für Stadt.Idee.Wirkung bietet er Stadtspaziergänge an. Der Verbindung zwischen Ort und Wort kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn gleichgültig welchen Ort oder welches Gebäude wir aufsuchen: Sie haben alle eine oder sogar zahlreiche Geschichten. Über ihre daraus resultierende Besonderheit und was diese wiederum für unsere Verbundenheit mit Höhr-Grenzhausen bedeutet, wollen wir uns bei unseren Stadtspaziergängen austauschen. Es geht also von der sichtbaren Oberfläche in die „Tiefe“.

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