Projekt: Kostnixladen – Weitergeben statt Wegwerfen!
Ein Projekt von Sophie Bourger & Paulina Sohni
Die ehemalige Volksbank wird zu einem Ort des Teilens. Der KostNixLaden schafft durch Tausch und Weitergabe von Gegenständen eine neue Form des Miteinanders in der Innenstadt. Er lädt dazu ein, Ressourcen zu schonen und Konsumgewohnheiten zu hinterfragen.
Hier geht es nicht um Besitz, sondern um Gemeinschaft: Dinge, die nicht mehr gebraucht werden, finden neue Nutzerinnen und Nutzer. So entsteht ein Ort, an dem Begegnung und Nachhaltigkeit selbstverständlich zusammengehören. Der KostNixLaden steht damit sinnbildlich für eine solidarische, ressourcenschonende Stadtgesellschaft.
Projektbeschreibung
Höhr-Grenzhausen geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie einfach Nachhaltigkeit sein kann.
Ab dem 4.04.2026 öffnet erstmals der Kostnixladen in der ehemaligen Volksbankbank seine Pforten – ganz unter dem Motto Weitergabe statt Wegwerfen. An diesem Tag können Sie von 11 bis 20 Uhr zur Abgabe von Haushaltsgegenständen (Spiele, Keramik, Deko, Bücher, …) zu uns kommen.
Die offizielle Eröffnung folgt am 18.04.2026 von 10 bis 18Uhr. Ab dann wird der Kostnixladen jeden 1. und 3. Samstag im Monat von 10 bis 18 Uhr öffnen.
Es kann ganz ohne Geld eingekauft werden, oder das, was man selbst nicht mehr braucht, abgegeben werden, damit es ein zweites Leben bekommt. Das Sortiment umfasst Haushaltswaren wie Geschirr, Gläser, Deko, Spiele oder Bücher. Kleidung nehmen wir zunächst nicht an und auch sperrige Möbel, die nicht alleine getragen werden können, nehmen wir nicht an. Dafür gibt es aber ein schwarzes Brett, an dem es die Möglichkeit für entsprechende Aushänge geben wird. Je nachdem, wie der Kostnixladen angenommen wird, wird das Sortiment entsprechend unserer Ressourcen fortlaufend erweitert.
So funktioniert die Abgabe:
• Nur zu Öffnungszeiten des Kostnixladens
• Nur bei Mitwirkenden des Kostnixladens, also nicht einfach Sachen abstellen
• Alles soll sauber, vollständig (insbesondere bei den Spielen) und voll funktionsfähig sein – In einem Zustand, wie man es auch Freunden schenken würde.
• Dinge, die man ohne fremde Hilfe tragen kann
➔ Für Sperriges wie Möbelstücke, Kühlschränke etc. gibt es ein Schwarzes Brett für Aushänge
So funktioniert das Einkaufen:
• Während der Öffnungszeiten stöbern und sich etwas aussuchen.
• Einkaufsmenge nach Haushaltsbedarf, damit andere auch noch etwas Schönes finden
• Zerbrechliches kann an der Theke verpackt werden
• Gegenstände, die man nach dem Ansehen nicht nimmt, bitte wieder an den ursprünglichen Platz stellen
Sophie Bourger & Paulina Sohni
Projektleiterinnen
Paulina Sohni und Sophie Bourger sind beide 27 Jahre alt – und doch haben sie sehr unterschiedliche Wege nach Höhr-Grenzhausen geführt. Paulina stammt aus Neuwied und hat sich den Westerwald bewusst als Wahlheimat ausgesucht. Nach ihrer Ausbildung zur Wasserbauerin arbeitet sie heute in der Baumpflege. Ihre Nähe zur Natur, zu handfester Arbeit und zu nachhaltigen Kreisläufen prägt ihren Blick auf die Welt ebenso wie ihre Offenheit für neue Ideen. Was zunächst fremd war, ist für sie inzwischen vertraut geworden: Höhr-Grenzhausen ist ein Ort, mit dem sie sich verbunden fühlt und den sie aktiv mitgestalten möchte.
Sophie hingegen ist in Höhr-Grenzhausen aufgewachsen. Sie kennt die Stadt aus unterschiedlichen Lebensphasen und studiert nun Pädagogik – mit einem besonderen Interesse daran, wie Menschen voneinander lernen, sich begegnen und Gemeinschaft entsteht. Gemeinsam verbindet die beiden, ihre künstlerische Neugier, ihr Sinn für Gestaltung und der Wunsch, Nachhaltigkeit nicht nur im Privaten zu leben, sondern als Idee weiterzutragen. Mit dem Kostnixladen schaffen sie einen Raum des Austauschs mitten in der Innenstadt: einen Ort, an dem Dinge weitergegeben statt weggeworfen werden. Der Laden versteht sich als Einladung, Ressourcen neu zu denken, Interessen zu verbinden und gemeinsam auszuprobieren, wie ein solidarisches Miteinander im Alltag aussehen kann.
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